Unsere Hochzeitsliste, Schritt für Schritt erzählt
Eine Hochzeit im Juni, zwei Familien, rund hundert Gäste und eine einzige Liste. So haben Simon und ich sie geführt, der Reihe nach – von den Notizen nach unserem Zusammenziehen bis zu den Dankeskarten. Zu jedem Schritt: die passende Anleitung zum Weiterlesen.
Die Personen in dieser Geschichte
- Lea, die die Geschichte erzählt
- Simon, ihr Verlobter
- Clara, ihre Trauzeugin
- Oma Gerda, Simons Großmutter
- Tante Monika
- Lukas, Simons Cousin
- Nadja, eine Kollegin von Simon
Unsere Liste, Kapitel für Kapitel
Aus einer Memo-Liste wird die Hochzeitsliste
Seit wir zusammengezogen waren, notierte ich unsere Wünsche fürs Zuhause in einer Memo-Liste, einer Liste, die nur ich sehe. Als das Datum feststand, habe ich nichts abgeschrieben: Ich habe diese Memo-Liste in eine öffentliche Liste vom Typ „Hochzeit“ umgewandelt. Unsere beiden Namen, das Datum, der Ort der Trauung – und alle unsere Ideen waren schon drin.
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Alle Shops, eine einzige Liste
Wir wollten keine Liste, die an ein einziges Geschäft gebunden ist. Abends am Computer habe ich mit der Browser-Erweiterung Ideen aus Online-Shops mit einem Klick hinzugefügt. Simon hat Produktseiten von seinem Handy aus geteilt. Und am Samstag im Kaufhaus hat er die Barcodes des Geschirrs gescannt, das uns gefiel, statt dort eine Hochzeitsliste anzulegen: Jeder Artikel landete samt Namen auf unserer Liste.
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Drei Herzenswünsche ganz oben – und ein Abend im Restaurant
Die Liste hatte schnell mehr als dreißig Ideen. Die drei wichtigsten haben wir angepinnt – den gusseisernen Bräter, den Kabinenkoffer, die Nudelmaschine –, damit sie für alle ganz oben bleiben, und mit Herzen gezeigt, was wir uns vom Rest am meisten wünschen. Manche Ideen hatten nicht einmal einen Link: „Ein Abendessen im Restaurant zu unserem ersten Hochzeitstag“. Und Teller wollten wir zwölf.
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Zum Start: die Überraschung
Beim Anlegen der Liste mussten wir uns entscheiden: die Überraschung bewahren oder die Reservierungen nach und nach verfolgen. Wir haben uns für die Überraschung entschieden. Unsere Gäste konnten reservieren, so viel sie wollten: Simon und ich würden bis zum Tag nach der Hochzeit nichts sehen. Weder Namen noch Nachrichten.
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Der Link in der Einladung
Den Link zur Liste haben wir in die Hochzeitseinladung gepackt und ihn dann vom Handy aus mit zwei Fingertipps in den Gruppenchat der Gäste geschickt. Oma Gerda hatte ihre Einladung schon in der ersten Woche verlegt. Sie hat das Hochzeitsdatum und Simons Namen in die Suche auf der Website eingegeben: Unsere Liste erschien sofort.
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Reservieren, mit oder ohne Konto
Tante Monika hatte keine Lust, ein Konto anzulegen, und brauchte auch keins: ihr Name, ihre E-Mail-Adresse, ein paar Worte für uns, dann ein Klick auf den Link in der E-Mail, um zu bestätigen. Überlegt sie es sich anders, kann sie über dieselbe E-Mail stornieren. Lukas, Simons Cousin, hatte schon ein Konto: Seine Reservierung war sofort erledigt, und er findet sie zusammen mit seinen anderen unter „Meine Reservierungen“.
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Zwölf Teller, drei Reservierungen
Tante Monika hat vier Teller reserviert, Nadja sechs im Namen von Simons Kolleginnen und Kollegen. Die Gäste danach sahen, dass noch zwei zu verschenken waren – aber nie, wer die anderen genommen hatte: Auf der Liste sieht kein Gast die Namen der anderen. Lukas hat die letzten beiden genommen, und niemand kam mit einem zweiten kompletten Service an.
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Drei Wochen vorher: Wir verfolgen die Reservierungen
Drei Wochen vor der Hochzeit wurde die Überraschung zum Kopfzerbrechen: Was mussten wir noch selbst kaufen? Wir haben auf „Reservierungen verfolgen“ umgestellt. Auf einen Schlag wurde alles angezeigt, auch das, was vorher reserviert worden war: jeder Name, jede Menge, jede kleine Nachricht.
Das Reservierungsformular weist unsere Gäste jetzt darauf hin, dass wir ihre Reservierungen sehen; untereinander sehen die Gäste ihre Namen weiterhin nicht. Und weil ich die Benachrichtigungen aktiviert habe, meldet sich mein Handy bei jeder neuen Reservierung.
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Am Tag danach: die Dankeskarten
Am Tag nach der Hochzeit wurde die Liste für die Gäste geschlossen. Wir haben alles behalten: jeden Namen, jede Adresse, jede Nachricht. Die Dankeskarten haben sich fast von selbst geschrieben. Wären wir bei der Überraschung geblieben, hätten wir an genau diesem Morgen alles erfahren.
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Ein Jahr später: Claras Geburtsliste
Clara, meine Trauzeugin, erwartet ihr erstes Kind. Sie hat eine Geburtsliste angelegt, und diesmal war die Wahl schnell getroffen: Reservierungen verfolgen, vom ersten Tag an. Bevor das Baby kommt, will sie wissen, was noch fehlt, um es selbst zu kaufen.
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Eine Liste, zwei Menschen, die sie führen, rund hundert Gäste und kein einziges doppeltes Geschenk. Die einzige echte Entscheidung war, wann wir erfahren wollten, wer uns so verwöhnt hatte.
Unsere Hochzeitsliste erstellenDie Screenshots auf dieser Seite zeigen die englische Oberfläche – die App selbst erscheint in Ihrer Sprache. Alle sichtbaren Namen, Listen und Beträge sind frei erfunden.
